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Der Stachel im Fleisch der Etablierten !!!
Das Wort den Parteien im Grenz-Echo vom 10. November 2011.So lautete das Motto einer Wahlkampagne zu Beginn der 80er Jahre, als ECOLO-Ostbelgien die Saat für das in Kürze vollendete 30. Jahr seines Bestehens setzte.
Die politischen Parolen mögen sich seitdem geändert haben - die gesellschaftlichen Probleme jedoch stellen mehr denn je Herausforderungen dar, deren Lösung in ökologischen Antworten zu finden ist.
Der Spross, dessen Aufkeimen aus totem Gehölz die Anfangszeit unserer Partei symbolisch begleitete, steht immer noch für Werte, die von der Achtung vor unserer Umwelt geprägt sind. Doch steht er längst nicht mehr allein auf einer Flur, deren Früchte das Leben in unserer Gesellschaft auf vielfältige Art und Weise bereichern.
Unsere Vorschläge zu einer solidarischen Gesellschaft, zu ökologischem Wirtschaften, zu einer menschenfreundlichen Raumordnung oder zu umweltschonender Mobilität finden immer breiteren Anklang - dies gilt in zunehmendem Maße auch für die Deutschsprachige Gemeinschaft.
Die Grundlage für diese Aufmerksamkeit legte ECOLO in den vergangenen Jahren, indem wir konstruktive Oppositionsarbeit leisteten, bei der die Inhalte und nicht die Politiker im Vordergrund standen. Nun sind diese Inhalte zu jenen Schwerpunkten geworden, die alltäglich Einfluss auf das Leben der Menschen nehmen – und ECOLO die politische Bewegung, die Antworten aus 30 Jahren Überlegung bereit hält.
Denn ECOLO ist das grüne Original, das bei den Kommunalwahlen im kommenden Jahr für den nächsten Schritt bereit ist und eine nachhaltigere Gesellschaft herbeiführen möchte: Wir fordern eine transparentere Politik, in der die Bürgerinnen und Bürger Entscheidungen nicht passiv hinnehmen, sondern aktiv an deren Ausarbeitung und Anwendung mitwirken.
Denn nur durch Kenntnis des eingeschlagenen Weges und Teilnahme an dessen Umsetzung erlangen die Menschen das Interesse an der Politik und somit an der Gestaltung ihrer eigenen Zukunft wieder.
Mindestens so klassisch-ökologisch ist die Energiepolitik, die wir seit Entstehen unserer Bewegung als Zentralthema erachten und deren Entwicklung uns heute vor die Entscheidung stellt: Bleiben wir der Knechtschaft weniger multinationaler Konzerne untertan und setzen uns weiterhin einer lebensgefährlichen, weil unbeherrschbaren nuklearen Energiequelle aus, oder gehen wir den eingeschlagenen Weg der erneuerbaren, regional anwendbaren Energien endlich in letzter Konsequenz?
Diesen und weiteren Themen fühlen wir uns damals wie heute verpflichtet und sehen uns aufgrund der wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in unserem Dafürhalten bestätigt.
Vor diesem Hintergrund ist ECOLO nicht länger der Stachel im Fleisch der Etablierten, sondern ein politischer Wegweiser, dessen Prognosen der Vergangenheit zu Herausforderungen der Gegenwart werden und dessen Anregungen künftig zentrales Element einer jeden Entscheidungsfindung sein müssen.
Claudia Niessen
Regionalsekretärin








