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28. November 2011

ECOLO fordert konkrete Lösungen in Durban!

Heute beginnt der Klimagipfel 2011 im südafrikanischen Durban. ECOLO fordert ein geschlossenes Vorgehen der Europäischen Union zur Festlegung konkreter Maßnahmen gegen den Klimawandel.
ECOLO fordert konkrete Lösungen in Durban!

Im Dezember 2010 konnten im Rahmen des Klimagipfels von Cancun Fortschritte im Bereich des Waldsterbens und der Finanzierung zur Bekämpfung des Klimawandels erzielt werden - doch die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen schreitet nur schleppend voran.  


Wir machen darauf aufmerksam, dass es in diesem Tempo nicht weitergehen darf und erinnern an die Dringlichkeit dieser uns alle betreffenden Aufgabe! Die Uhr tickt: Die Erderwärmung wird bis zur Jahrhundertwende um mindestens 2° C ansteigen, wenn konkrete Gegenmaßnahmen nicht augenblicklich ergriffen werden.  Sollte dies nicht geschehen, sind katastrophale Folgen für Millionen Menschen und einschneidende Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Politik in zahlreichen Ländern unabwendbar.


Wenn wir jetzt handeln, dann betragen die Kosten des Kampfes gegen den Klimawandel lediglich 1 % des weltweiten Bruttosozialproduktes.  Warten wir, bis Überschwemmungen, Erdbeben und weitere Naturkatastrophen unsere Städte zerstören, so wird der Wiederaufbau unserer Infrastruktur mehr als 20 %* des weltweiten BPS betragen (*laut "Rapport Stern").


Eine ehrgeizige Klimapolitik ist 2011 eine unbedingte Pflicht! Jedes verlorene Jahr macht den Kampf gegen den Klimawandel schwieriger und teurer, verlangsamt die Entwicklung nachhaltiger Technologien und die Schaffung nachhaltiger Arbeitsplätze.

Der Erfolg des Gipfels von Durban muss an der Umsetzung folgender Forderungen gemessen werden:

  1. Die UN- Arbeitsgruppen zum Thema Klimawandel müssen weiter verhandeln;
  2. Der Ausstoß von Treibhausgasen muss reduziert werden;
  3. Der Kampf gegen die Abholzung und den Verfall der Wälder muss intensiviert werden;
  4. Die Industriestaaten müssen den Entwicklungsländern technische und finanzielle Hilfe zur Verfügung stellen, damit sich letztere vor den Konsequenzen des Klimawandels schützen können und wir so zumindest rückwirkend Klimagerechtigkeit erreichen;
  5. Der „Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung (MDP)“ muss effizienter gestaltet werden, damit er seinem Ziel zur Reduzierung von Schadstoffemissionen endlich Rechnung trägt;
  6. Kohlendioxid-Emissionsquoten müssen für weitere Tätigkeitssektoren verpflichtend werde;
  7. Die Europäische Union muss bis zum Jahre 2020 ihren Schadstoffausstoss um 30% verringern.

 

Die Umsetzung dieser Forderungen wäre eine Honorierung der Arbeit all jener, die sich dem Kampf gegen den Klimawandel seit Jahren widmen und Projekte finanziell oder anderweitig unterstützen (Privatvereinigungen, klimaschutzaktive Staaten, NGO's,...).  


Sie wären ein zudem versöhnlicher Schritt in Richtung derjenigen, die Opfer des durch die industrielle Ressourcenausbeutung bedingten Klimawandels sind.

ECOLO hofft, dass die Verhandlungen von Durban zu einer Einigung im gemeinsamen Kampf gegen den Klimawandel führen.  Wir hoffen, dass die EU in Südafrika mit einer Stimme spricht und damit die Interessen aller Mitgliedsstaaten vertritt, um deren Ansichten Gewicht zu verleihen.
 

Um weiter Druck für eine erfolgreiche Gestaltung dieses Gipfels auszuüben, wird ECOLO am 3. Dezember an der Veranstaltung "Climate Coalition" teilnehmen, die traditionell in den Straßen von Brüssel stattfindet und bei der wir die Dringlichkeit der Unternehmung "Durban 2011" unterstreichen.