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ECOLO-Fraktion im PDG: Die Jugendarbeit muss offen und flexibel bleiben!
Die ECOLO-Fraktion im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft hat in der Plenarsitzung vom 6. Dezember gegen die Verabschiedung des Dekretes zur Förderung der Jugendarbeit gestimmt.Im Vorfeld der Debatte hatte sich ECOLO auch unabhängig von den Anhörungen im Ausschuss eingehend mit Vertretern der Jugendeinrichtungen unterhalten. Die Erkenntnis aus diesen Gesprächen war, dass der oft kritisierte Dekretentwurf durchaus eine Reihe guter und auch wichtiger Ansätze für die Jugendarbeit in der DG enthielt.
Es blieb aber auch nach allen Anpassungen des vergangenen Jahres noch eine ganze Liste von Kritikpunkten übrig, die die Arbeit der Jugendeinrichtungen in Zukunft schwerer machen würden. Einen Teil dieser Punkte konnte die ECOLO-Fraktion durch die Vorlage von Änderungsvorschlägen im zuständigen Ausschuss noch aus dem Weg räumen, andere bleiben bestehen.
Zum Schluss blieben noch zwei größere Knackpunkte, die schließlich die Ablehnung der Ecolo Fraktion für dieses Dekret erklärten. Ein letzter Versuch, mit zwei Abänderungsvorschlägen die Mehrheit bei der Plenarsitzung zu einem Einlenken zu bewegen, war fehlgeschlagen.
Der erste Vorschlag hätte die bisher unabhängigen Jugendzentren betroffen. Wenn diese sich nach dem neuen Dekret zu einer einzigen VOG pro Gemeinde zusammenschließen müssen, dann sollte ihnen zumindest eine Übergangsfrist bis 2014 eingeräumt werden, um diese Zusammenarbeit erfolgreich aufzubauen.
Weiter plädierte die ECOLO-Fraktion im PDG dafür, der ostbelgischen KLJ die Möglichkeit zu geben, ihrer Mutterorganisation in Flandern eng verbunden zu bleiben. Denn das neue Jugenddekret zwingt die KLJ-Ostbelgien, sich von ihrer flämischen Mutterorganisation administrativ abzuspalten und eine eigene VoG mit Sitz in Eupen zu gründen. Dabei kam die KLJ durch ihre getrennte Buchführung und durch die Einsicht in ihre Bücher der Forderung bereits nach, DG-Gelder nachweislich ausschließlich in der DG auszugeben.
Die ECOLO-Fraktion im PDG bedauert es, dass ihren beiden Abänderungsanträgen nicht stattgegeben wurde. Jugendarbeit in all ihren Formen ist neben Elternhaus und Schule ein wichtiges Standbein für die Entwicklung der Jugendlichen zu mündigen Bürgern. Sie bietet Raum zur Selbstentfaltung, zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und zum Erproben gesellschaftlicher Verantwortung. Die Arbeit im Jugendsektor verlangt eine Flexibilität wie kaum ein anderer Bereich unserer Gesellschaft, und zwar nicht nur von den Menschen, die ehrenamtlich oder beruflich dort arbeiten, sondern auch von Politik und Gesetzgebung.
Im Anhang die Intervention von Roswitha Arens.








