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Ein Gesamtblick zur Erfassung der ganzen Wahrheit
Leserbrief von Franziska Franzen, Vorsitzende der ECOLO-Fraktion im PDG, zur Reaktion des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) auf die ECOLO-Kritik an der Studie "Gewalterfahrungen und Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens". Der Leserbrief erschien im Grenz-Echo vom 06. Februar 2012.Die Argumente der Ecolo-Fraktion hat das Kriminologische Institut mit seiner Reaktion keineswegs entkräften können.
Es bleibt so, dass diese Studie ein ausschliesslich negatives Bild der Kinder und Jugendlichen in der DG erfasst hat. Ecolo verschweigt nirgendwo die Fakten und will sie auch nicht verharmlosen. Das ist aus unseren Aussagen klar zu lesen.
Wir möchten aber, dass auch die Kompetenzen, die bereits erlernten Fähigkeiten und das Entwicklungspotential der Kinder und Jugendlichen erfasst werden. Die zu erarbeitenden politischen Massnahmen sollten auf den Fähigkeiten der Kinder aufbauen, um die vorhandenen Lücken zu kompensieren.
Das ist wie beim Schweizer Käse: man kann sich ausschliesslich auf die Löcher konzentrieren, oder auch den Käse mit einbeziehen, der die Löcher umgibt. Ecolo ist weiterhin für den Gesamtblick, wenn es darum geht, die ganze Wahrheit zu erfassen. Das gilt besonders beim Blick auf die Kinder und Jugendlichen.
Die Regierung der DG hat ein kriminologisches Institut mit der Studie beauftragt. Sie hat kriminologische Resultate erhalten. Der Ecolo-Fraktion genügt das nicht. Deshalb sprechen wir uns dagegen aus, dasselbe Institut in 4 Jahren mit einer Wiederholung dieser Befragung zu beauftragen.
Franziska Franzen
Ecolo Fraktionsvorsitzende im PDG
Direktlink zum Dossier "Kritkpunkte KFN"








