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Schließung der Carrefour Niederlassung und Entlassungen bei Aspel
Ecolo-Ostbelgien möchte sich mit den betroffenen Arbeitnehmern und Familien solidarisieren.Ecolo Ostbelgien ist bestürzt über die Nachrichten der Schließung der Carrefour Niederlassung und der Entlassung der Arbeitnehmer bei ASPEL und möchte sich mit den betroffenen Arbeitnehmern und ihren Familien solidarisieren. Wir wünschen der Arbeitnehmervertretung Ausdauer und Erfolg bei den anstehenden Sozialverhandlungen im Sinne der Arbeitnehmer.
Die Carrefour-Kette fährt auch heute noch auf internationaler Ebene und in Belgien Gewinne ein. Gleichzeitig beschließt der Konzern kurzer Hand in Belgien 21 Niederlassungen zu schließen und ca 1700 Menschen zu kündigen. Carrefour hat in den letzten Jahren in Belgien von dem System der staatlichen Steuervorteile über Fiktivzinsen profitiert, ein System, das die vorige Föderalregierung von MR und PS mit Finanzminister Didier Reynders, eingeführt hat. Dieses System bietet Firmen hohe Steuervorteile, ohne sie gleichzeitig zu verpflichten, die Anzahl der Arbeitsstellen zu erhalten. Der Abänderungsvorschlag von Ecolo im März 2008, diesen Firmen wenigstens eine Arbeitsplatzgarantie zur Auflage zu machen, ist mehr als ein Jahr von der Mehrheit auf Eis gelegt worden! Und jetzt zahlen viele Arbeiter, u. a. die Beschäftigten von Carrefour die Zeche!
ASPEL ist hauptsächlich abhängig vom Automobilsektor. Was hat der Betrieb in den letzten Jahren unternommen, um seine Tätigkeit auf andere Gebiete auszudehnen? Dass dieser Industriezweig (Automobilherstellung und -zulieferer) nicht unendlich ausbaubar ist, war abzusehen. Jetzt stimmen die Aufträge nicht mehr. Und man entledigt sich der teuersten Arbeiter. Die verbleibende Produktion wird auf andere Niederlassungen, u. a. in Billigproduktionsländer verlagert.
Für Ecolo ein Grund mehr, drei seiner Forderungen zu wiederholen.
Die Industrie- und Beschäftigungszweige, die einen direkten Bezug zur Region aufweisen, besonders fördern. Nur diese Arbeitsplätze können nicht „mir nichts, dir nichts“ ausgelagert werden.
Eine Umschichtung in der Steuerpolitik vornehmen: statt hohe Belastung der Arbeit eine Besteuerung des Kapitals.
Gesetzliche Maßnahmen ergreifen, die Arbeitgeber zu einer tatsächlichen Verantwortung für ihre Arbeitnehmer verpflichten.
Ecolo fordert von PFF, SP und CSP, ihren Einfluss bei den Schwesterparteien geltend zu machen, damit diese in der föderalen Regierung in Brüssel endlich ihre Steuerpolitik verändern. Es macht keinen Sinn, die schlimme Situation der Arbeitnehmer öffentlich zu bedauern und gleichzeitig stillschweigend einer Partei anzugehören, die dieses System unterstützt.
Die Entscheidungen von Carrefour und ASPEL werden auch in der DG Auswirkungen haben auf die Arbeitslosenzahlen. Ecolo fordert die Regierung der DG auf, eine aktive Begleitpolitik für Arbeitslose zu gestalten, um diese bestmöglich in ihrer beruflichen Umorientierung zu unterstützen.
Franziska Franzen –
Regionalsekretärin von Ecolo Ostbelgien








