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Zweite Ettersten-Wanderung von Ecolo Eupen
Rund 25 Personen folgten der Einladung von Ecolo Eupen zur zweiten geführten Wanderung durch die Ettersten-Wiesen und das Stadtbach-Tal am 17. Oktober.In seiner Begrüßung erläuterte der Stadtverordnete Achim Nahl den Hintergrund der Wanderung: „für die Schönheit und den ökologischen Wert des Wiesentals sensibilisieren, solange das Tal noch so aussieht!“ Die Ecolo-Fraktion ist nicht mit den Plänen der CSP-PDB-Mehrheit einverstanden, dort einen Festplatz anzulegen, der auch als Parkplatz für die künftige Kulturstätte „Alter Schlachthof“ dienen soll.
Ecolo sieht ein, dass der Werthplatz und seine Anwohner entlastet werden sollen, ist aber nicht einverstanden damit, dass dies auf Kosten der Ettersten-Wiesen geschehen soll. Bis zu 800.000 Euro will die CSP-PDB-Mehrheit investieren, um bis zu 20.000 m², mindestens aber 10.000 m² der Wiesen mit Asphalt und Schotter zu befestigen. In einer Zeit, in der das gesamte Stadtbild in Bewegung gerät und in Zukunft neue Räume frei werden, z.B. der Scheiblerplatz am Zusammenfluss von Weser und Hill, rät Ecolo Folgendez: es sollte erst untersucht werden, welche Veranstaltungen wo stattfinden können, und wie die bestehenden Parkplätze besser genutzt werden können, z.B. auch durch Shuttle-Busse.
Unter dem Motto: „Hände weg von den Ettersten-Wiesen“ unterstreicht Ecolo seit Jahren den ökologischen Wert der Ettersten-Wiesen für die Frischluftzufuhr für die Innenstadt, und als Biotop für eine Artenvielfalt, das durch Auto-Abgase, Auto-Lärm und Beleuchtung empfindlich gestört würde.
Unter dem Motto: „Hände weg von den Ettersten-Wiesen“ unterstreicht Ecolo seit Jahren den ökologischen Wert der Ettersten-Wiesen für die Frischluftzufuhr für die Innenstadt, und als Biotop für eine Artenvielfalt, das durch Auto-Abgase, Auto-Lärm und Beleuchtung empfindlich gestört würde.
Diesen Wert konnten die Teilnehmer der Wanderung durch die kundige Führung von Rainer Pankert näher erfahren: der diplomierte Landschaftplaner hatte 1992 seine Diplomarbeit über den landschaftlichen Wert und die Artenvielfalt der Ettersten-Wiesen geschrieben. Er zeigte auf, wie in diesem Tal der landschaftliche und geologische Übergang zwischen den Ausläufern des Herver Landes und dem Fuß des Eifel-Ardennen-Höhenzugs erfahrbar wird. Rainer Pankert stellte fest, dass das Tal heute im Vergleich zu 1992 in einem besseren Zustand ist, z.B. beim Zustand der Hecken. Er zeigte aber auch auf, wie die zunehmende Verbuschung am Ufer des Stadtbaches, im Hang des Steinrother Wäldchens und an den Wegesrändern in Richtung Loussack die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren zunehmend bedroht: das Stadtbachtal sei seit Jahrhunderten eine Kulturlandschaft, deren Charakter durch gezielte Pflegemaßnahmen erhalten bleiben müsse. Dies erfordere angesichts der Größe der Aufgabe einen Einsatz der städtischen Instanzen.
Die Teilnehmer der Wanderung hatten das Glück, die Ettersten-Wiesen durch schnell wechselnde Wolken- und Lichtverhältnisse in ganz unterschiedlichen Ansichten erleben zu können. Ecolo empfiehlt der Eupener Bevölkerung, das Tal zu den verschiedenen Jahreszeiten aufzusuchen und auf sich wirken zu lassen. Hierzu hat Ecolo auch 4 Ansichtskarten des Tales anhand von Fotografien von Sarah Nix heraus gegeben; einige Exemplare sind noch im Ecolo-Büro, Hufengasse 41, erhältlich. Für Eupener Bürger, die den Erhalt der Ettersten-Wiesen als Naturlandschaft befürworten, hält Ecolo auch ein Foto der Ettersten-Wiese bereit, das in die Fenster gehängt werden kann.















