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Inhaltsverzeichnis
1.
Studienreise nach Amay: Grüne Ideen, die Früchte tragen... 1
2. Grundrechtsverletzungen
und jeder schaut weg: Claudia Niessen interveniert gegen die Missachtung
europäischer Datenschutzrichtlinien. 1
3.
Wallonische Region: Eine Aufwertung der Wohngesetzgebung war dringend
notwendig 2
4.
Stimmungsbild von der Ecolo-Fraktion im PDG – April 2012. 3
5.
Filmprojekt der Lokalgruppe Eupen: „Zusammenleben ist möglich“ 3
6.
Kommunalwahlen 2012. 3

1. Studienreise nach Amay: Grüne Ideen, die
Früchte tragen...
Wie bereits per Einladung kommuniziert, organisiert
die ECOLO-Regionalgruppe Ostbelgien am Samstag,
den 12. Mai 2012, eine Studienreise nach Amay, in
den Osten der Provinz Lüttich.
Amay
ist seit den Kommunalwahlen 2006 eine von vier belgischen Gemeinden, in
denen eine grüne Partei mit Jean-Michel Javaux
den Bürgermeister stellt und darüber hinaus noch vier von fünf
Schöffenposten besetzt. Von den Früchten
dieser ökologisch-orientierten Politik lassen wir uns nun inspirieren.
Begleitet werden wir dabei von Lokalsekretär Alain Vincent sowie den
Schöffen Stéphanie Caprasse,
Janine Davignon, Luc Melon
und Daniel Boccar.
Einzelheiten
zum Programmablauf
Anmeldung bis zum 30. April
unter 087/56 17 00 oder per Mail. Bitte teilt uns mit, ob ihr mit dem Bus
fahrt, wo ihr zusteigt und an welcher Arbeitsgruppe (alle Infos siehe
Programmablauf) ihr teilnehmt. Der
Unkostenbeitrag beträgt 5€ und ist zahlbar am Tag selbst.
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2. Grundrechtsverletzungen und jeder schaut weg: Claudia Niessen
interveniert gegen die Missachtung europäischer Datenschutzrichtlinien
Auf europäischem Parkett sorgt derzeit ein
Beschluss des europäischen Rates über den Austausch von Fluggastdaten („Passenger Name Records“, PNR) zwischen der
Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika (über die
Verwendung von Fluggastdatensätzen und deren Übermittlung an das
amerikanische Heimatschutzministerium) für ausreichend
Gesprächsstoff. In Zusammenarbeit
mit der Grünen-Fraktion im Europaparlament hat ECOLO-Senatorin
Claudia Niessen bereits mehrfach zu diesem von EU-Innenkommissarin
Cecilia Malmström verfassten Papier
interveniert.
Dieses
sieht die Übermittlung von Daten europäischer Fluggäste durch die
Fluglinien an das amerikanische Heimatschutzministerium vor. Kernproblem
dieser Erhebungen, deren Ursprünge auf die Anschläge vom 11. September
zurückgehen, ist die
Unverhältnismäßigkeit in der Dauer der Vorratsdatenspeicherung (15
Jahre) und Anzahl der Kriterien (19).
Außerdem bleibt das Dokument in seiner Definierung unklar, so dass
die Daten zur Erstellung von Risikoprofilen jedweder Art missbraucht
werden können. Schlussendlich
behalten sich die Vereinigten Staaten vor, die Informationen auch an
Drittländer weiterzuleiten. In der
Summe handelt es sich somit um eine einschneidende Verletzung
europäischer Datenschutzbestimmungen.
Claudia
Niessen hat zu diesem Thema bisher einen Vorschlag zur
Stellungnahme und einen (inhaltsgleichen) Resolutionsvorschlag eingereicht. Ihre Kollegin Cécile
Thibaut hat in der Plenarsitzung Außenminister
Didier Reynders interpelliert.
Derzeitiger
Stand: Das Dokument wurde von der Innenkommissarin verfasst und vom
EU-Rat beschlossen und fand auch im europäischen Ausschuss für
bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres eine knappe Mehrheit:
Konservative und Europa-kritische Parteien stimmten dafür, liberale, grüne und linke Parteien
dagegen. Addiert man hierzu
die Enthaltungen Deutschlands und Österreichs im Europäischen Rat, die
Negativgutachten der europäischen Berichterstatterin und des europäischen
Datenschutzbeauftragen sowie die Kritik seitens zahlreicher
Nationalparlamente, so regt sich massiver Widerstand gegen dieses
Vorhaben. Die Vereinigten Staaten drohen jedoch – sollte das Abkommen
scheitern - mit der Aussetzung der
Einreiseerlaubnis europäischer Reisender in die USA. Es bleibt abzuwarten, ob sich das
Europa-Parlament bei der Abstimmung
am 20. April durch dieses Säbelrasseln beeindrucken lässt. Wir bleiben am Ball!
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3. Wallonische Region: Eine Aufwertung der Wohngesetzgebung war dringend
notwendig
Stellungnahme von Monika Dethier Neumann zur Reform der
wallonischen Wohngesetzgebung.
Als der
grüne Minister Jean-Marc Nollet 2009 die
Kompetenz „Wohnungswesen“ übernahm, fand er den Sektor in schlechtem Zustand vor. Auf
32.000 berechtigte Anfragen für eine angepasste Wohnung gab es keine
Antwort, die Hälfte der Wohnungen waren nicht
isoliert, ein Drittel hatte keine Doppelverglasung.
Ein noch
nie angegangener Prozess wurde mit dem gesamten Sektor gemeinsam
angestoßen. Die Stärken und Schwächen wurden kristallisiert, es
entstanden Zielsetzungen, auf die eine Antwort zu finden galt. Das bestehende Angebot des öffentlichen Wohnungswesens muss vergrößert
werden. Der veränderten Familienzusammensetzung und dem Altern der
Gesellschaft, müssen mehr anpassungsfähige und bezahlbare Wohnungen zu
Verfügung gestellt werden. Die Regierung stellt dafür Mittel
in Höhe von 900 Millionen bereit, die 7000 neue und 10.000 renovierte
Wohnungen ermöglichen sollen.
Um die Energieeffizienz zu steigern und
die Energiekosten der kleinen Einkommen zu verringern, sind 425 Millionen
Euro für Investitionen in die Isolierung festgelegt worden.
Es genügt
jedoch nicht, die Menschen in vier Wände unter zu bringen und sie ihrem
Schicksal zu überlassen. Eine soziale
Begleitung, die die Menschen bei finanziellen, sozialen oder
gesundheitlichen Problemen zur Seite steht, ist von Nöten und wird
seitens der Wallonischen Region bezahlt.
Um mehr finanzielle Spielräume für die
Wohnungsbaugesellschaften zu ermöglichen und um ihren
Handlungsbereich zu vergrößern, dürfen sie nun auch Ladenflächen vermieten oder ihre Angebote auch für
Menschen mit höherem Einkommen erweitern.
ECOLO ist
davon überzeugt, dass diese Reform den Grundstein für eine nachhaltige,
umwelt- und menschenfreundliche Region legt. .
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4. Stimmungsbild von der Ecolo-Fraktion im PDG
– April 2012
Die ECOLO-Fraktion
im PDG nimmt Stellung zum Vorhaben der Regierung, aus der DG eine Modellregion für
Energieeffizienz zu machen und das deutschsprachige Gebiet sogar
energieautark zu gestalten.
Dazu soll
ein Energieleitbild erstellt werden,
d. h. Bestandsaufnahme, Festlegung
von klaren und bezifferbaren Zielen, Teilzielen und entsprechenden
Fristen. Super! Das können wir
Grüne nur unterstützen.
Dann kam
der Wermutstropfen: Mit diesem Leitbild wollte man sich Zeit lassen bis
Ende 2013. Das haben wir heftig kritisiert: Im Juni 2011 hat die Ecolo-Fraktion in einem Resolutionsvorschlag
zum einen dieses Leitbild bis Ende 2012 gefordert und zwischenzeitlich
zur unmittelbaren Umsetzung konkreter Maßnahmen im Hinblick auf
Energieeffizienz aufgerufen. So
beispielsweise der Umstieg auf einen energiefreundlichen Fuhrpark oder
Sensibilisierung für Energieeffizienz in den bezuschussten
Einrichtungen....
Von der
Regierung kam die Meldung, das Leitbild liege für Ende 2012 vor. Darauf haben wir uns als Kompromiss
schließlich eingelassen. Wer nun
denkt, wir hätten bei den Mehrheitsfraktionen für die zwischenzeitlichen
konkreten Maßnahmen Unterstützung gefunden, der irrt. Es wurde ellenlang
um jeden einzelnen Punkt gefeilscht. Jetzt ist endlich ein
Kompromisspapier entstanden - dabei haben wir Wasser in unseren Wein
geben müssen, aber immerhin…
Und diese
Woche erfahren wir, das Energieleitbild
wird für Frühjahr 2014 (!!!!!!) vorliegen! Ja, liebe LeserInnen,
Sie haben richtig gelesen. Die
Modellregion wird also unter der 3. Lambertz Regierung kaum Fortschritte
machen!
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5. Filmprojekt der Lokalgruppe Eupen:
„Zusammenleben ist möglich“
Wie in
den vergangenen Wochen der Öffentlichkeit bereits zugetragen, hat die ECOLO-Lokalgruppe Eupen auf Grundlage zahlreicher
Treffen zum „Zusammenleben der Kulturen“ ein Filmprojekt unter dem Titel
„Zusammenleben ist möglich“ verwirklicht, dessen Vorstellung am 19. März
im Atelier Kunst und Bühne unter regem Zuschauerinteresse stattfand.
Selbstverständlich kann der Film
nun auf unserer Webseite angeschaut werden. Weiter steht ein Pressedossier zum
Abruf bereit, in dem Lokalsekretärin Josiane Schröder und
Stadtratsmitglied Achim Nahl auf die Entstehung und die Zielsetzung des
Projektes eingehen.
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6. Kommunalwahlen 2012
Die
Vorbereitungen zu den Gemeinderatswahlen 2012 nehmen in den ECOLO-Lokalgruppen weiter Fahrt auf. Nachdem Eupen Mitte März mit der
Vorstellung der strategischen Listenplätze einen weiteren Meilenstein
gesetzt hat, wird die Lokalgruppe Raeren zu
Ende des laufenden Monats in den Wahlkampf einsteigen. Folgend die Entwicklungen der jüngsten
Vergangenheit:
Pressekonferenz
der Lokalgruppe Eupen am 16. März 2012: Strategische Listenkandidaten
und deren Inhalte; Pressedossier;
Kategorie Wahlen 2012 auf www.ecolodg.be: Zusammenfassung aller
Meilensteine zu den Kommunalwahlen 2012. Im rechten Rand die Verweise zur
Vorstellung der verschiedenen Listen;
Film „Tous résidents
tous citoyens“ : Werbefilm zur Teilnahme Zugezogener
an den Gemeinderatswahlen.
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