Suche in http://www.ecolodg.be/

Wahl-Programm

Ecolo- Wahlprogramm für die Parlamentswahl der Deutschsprachigen Gemeinschaft 2009

Verantwortung übernehmen

Spätestens seit der Veröffentlichung des Films « Eine unbequeme Wahrheit » von Al Gore ist uns allen klar, dass der weltweite Energieverbrauch nicht weiter steigen darf. Im Gegenteil; er muss drastisch gesenkt werden. Auch die Deutschsprachige Gemeinschaft und die Wallonische Region können dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen.
ECOLO schlägt vor, dass alle Neubauten des öffentlichen Sektors im Passivhausstandard gebaut werden. Renovierungen sollen den Niedrigenergiehausstandard anpeilen.

 

Nachhaltige Entwicklung ist ein Ziel, das nicht einfach so nebenbei erreicht werden kann. Die ökologischen Auswirkungen ihrer Entscheidungen müssen ständig im Blickfeld der Entscheidungsträger stehen. Die Politik braucht ein ökologisches Navigationsgerät, um dem Ziel einer maximalen Lebensqualität für alle stetig und ohne Umwege immer näher zu kommen.
ECOLO schlägt vor, dass jeder Regierungs- und/oder Parlamentsbeschluss auf seinen Beitrag zur Nachhaltigen Entwicklung hin geprüft wird und gegebenenfalls verworfen wird.

 

Privathaushalte und Unternehmen brauchen Energie. Diverse Sensibilisierungskampagnen haben gezeigt, dass an vielen Stellen Energie eingespart werden kann, ohne dabei wesentlich an Komfort zu verlieren. Es sind oft die kleinen Gesten wie z.B. der Verzicht auf die Standby-Funktion an Elektrogeräten, die eine große Wirkung haben.
ECOLO möchte die „2000-Watt-DG“ als permanente Sensibilisierung der Bevölkerung fördern und die Deutschsprachige Gemeinschaft zu einer europäischen Modellregion in Sachen Energieeffizienz machen.

 

Umweltgifte sind für vielerlei Krankheiten verantwortlich. In Gebäuden oder in Nahrungsmitteln, sind wir ihnen ständig ausgesetzt. Besonders in Schulen, wo unsere Kinder einen Großteil ihrer Zeit verbringen, muss darauf geachtet werden, dass Materialien keine Gifte ausdünsten und Nahrungsmittel nicht mit Pestiziden belastet sind.
ECOLO schlägt vor strenge Umweltklauseln in die Verträge mit Schullieferanten einzufügen und dass die Einhaltung dieser Klauseln von unabhängiger Stelle überprüft wird.

 

Kinder sind empfänglich für den Schutz einer intakten Natur. Lange bevor es grüne Parteien gab, haben Jugendgruppen sich für den Respekt der Tier- und Pflanzenwelt eingesetzt. Von 2004 bis 2014 läuft die UNO-Dekade zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Über den Unterricht sollen Kinder und Jugendliche an das Thema herangeführt werden.
ECOLO schlägt vor die Deutschsprachige Gemeinschaft aktiv in diesen Prozess einzubinden und die Rahmenpläne des Unterrichtswesens daran auszurichten.

 

Das Transportwesen ist ein Wirtschaftsmotor unserer Region. Die aktuelle Wirtschaftskrise macht diesem Sektor zu schaffen. Arbeitsplatzverluste sind zu befürchten. Der Standort Ostbelgien braucht neue Perspektiven. Diese zu entwickeln fängt bei der Ausbildung an. Neue Berufsbilder entstehen vor allem in grüner Technologie.
ECOLO schlägt vor, das Aus- und Weiterbildungsprogramm des Mittelstandes auf neue Technologien auszuweiten, damit sich Unternehmen der Umwelt- und Energietechnik gerne und vermehrt bei uns ansiedeln.